Presse

Kreisfachberater im Pressespiegel

06.09.2019

Kreisfachberaterin Bad Segeberg: Antje Wilkening
(LN vom 1.9.2019)

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Seit dem 1. August berät die Bad Segeberger Kunstpädagogin Antje Wilkening als „Fachberaterin für Kulturelle Bildung“ des Bildungsministeriums Schulen und Lehrkräfte bei der Realisierung von Kunstprojekten und deren Finanzierung.
Seit dem 1. August berät die Bad Segeberger Kunstpädagogin Antje Wilkening als „Fachberaterin für Kulturelle Bildung“ des Bildungsministeriums Schulen und Lehrkräfte bei der Realisierung von Kunstprojekten und deren Finanzierung. Quelle: Foto: Petra Dreu
Bad Segeberg

Die künstlerischen Spuren, die die Pastorentochter, Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin Antje Wilkening in Bad Segeberg bereits hinterlassen hat, sind groß. Dem setzt sie nun noch einen drauf, denn seit dem 1. August ist sie eine von 15 „Fachberaterinnen für Kulturelle Bildung“, die vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein berufen wurden. Ihre Aufgabe: der Ausbau eines landesweiten Netzwerks für kulturelle Bildung an Schulen.

Der Schullandschaft neues Leben einhauchen

Schulen und Künstler zusammenzubringen und ein Netzwerk zu schaffen, das der kulturellen Schullandschaft neues Leben einhaucht: Mit dem durch die private „Mercator-Stiftung“ finanzierten Projekt „Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule" hatte einst Britta Ernst Akzente gesetzt, als sie von 2014 bis 2017 Schleswig-Holsteins Bildungsministerin war. In diesem Rahmen knüpfte sie als „Kulturvermittlerin bereits ab 2016 Kontakte und setzte neue Impulse für den Kunstunterricht zu setzen.

Inzwischen heißt die Bildungsministerin Karin Prien, die zusammen mit der Landesregierung an dem vielversprechenden Projekt festgehalten hat. Mit den landesweit 15 Fachberatern für Kulturelle Bildung wurde es sogar noch aufgewertet, denn die jeweils halben Stellen der neun weiblichen und sechs männlichen Fachberater werden direkt vom Bildungsministerium finanziert.

Karin Prien hat mal gesagt, dass kulturelle Bildung kein Ornament sei, sondern ein Fundament“, erzählt Antje Wilkening, nachdem sie nach einer zusätzlichen Qualifizierungsmaßnahme ihre neue Passion aufgenommen hat. Qualifiziert aber war die kreative Powerfrau und Mutter zweier Kinder auch vorher schon, sammelte unter anderem als Jugendkunstschulleiterin und als Kunstpädagogin am Städtischen Gymnasium Erfahrungen. Seit 2016 bringt sie zudem ihre Erfahrungen als Kunstpädagogin, Bühnenbildnerin und Kulturakteurin nebenberuflich beim Verein für Jugend- und Kulturarbeit des Kreises Segeberg ein.

Antje Wilkening will „alle an einen Tisch holen“

Das Aufgabengebiet, das vor ihr liegt, ist groß. Es reicht von der Beratung, Planung und Begleitung von Schulprojekten der kulturellen Bildung über die Planung von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte und Kulturschaffende bis hin zur Entwicklung von fächerübergreifenden Unterrichtsmodulen. „Ganz wichtig ist der Ausbau kommunaler Netzwerke. Dazu gehören Schulen, Schulleitungen, Lehrkräften, Kulturschaffenden, das Schulamt, aber auch Sponsoren und die Kulturinstitutionen vor Ort. Ich hole alle an einen Tisch“, verrät Antje Wilkening, die derzeit dabei ist, alle 85 Schulen im Kreisgebiet auf sich aufmerksam zu machen.

Hinter ihr steht ein finanzielles Argument: Die 15 Fachberater wurden vom Ministerium mit einem jährlichen Budget über 100 000 Euro ausgestattet, aus dem Einzelprojekte mit bis zu 5000 Euro gefördert werden können. Was damit finanziert werden könnte, hat sie bereits im Kopf: „In Zusammenarbeit mit allen Schulen könnte ich mir ein Streetart-Festival vorstellen.“ Für die Schulen in Nahe und Sülfeld gibt es bereits konkretere Pläne: die Gestaltung der Trafohäuschen zum Thema Demokratie. „Das könnte im Politikunterricht inhaltlich ausgearbeitet und anschießend künstlerisch umgesetzt werden.“

Projektbeispiele und nähere Infos gibt es im Internet unter www.kulturvermittler-sh.de oder per Mail an antje.wilkening-Se@ kfkb-sh.de.

Von Petra Dreu